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Bedrohte Tierarten Teil3 -

Der Eisbär ist das zweitgrößte Landraubtier. Erwachsene Männchen können über zwei Meter groß werden und wiegen durchschnittlich 400 bis 600 Kilogramm. Die Weibchen sind etwas kleiner und deutlich leichter: Bei einer Größe von etwa zwei Metern wiegen sie ca. 200 bis 350 Kilogramm.

 

Das Fell der Eisbären erscheint weiß. Es ist aber durchsichtig und hat hohle Haare, welche die Wärme der Sonnenstrahlen direkt auf die darunter liegende schwarze Haut leitet. Das Fell des Eisbärens bedeckt den kompletten Körper bis auf die Nasenspitze und die Fußballen. Mit dieser Körperbehaarung und dem stämmigen Körperbau sowie einer bis zu zehn Zentimeter dicken Speckschicht ist der Eisbär gut geschützt gegen die extreme Kälte der Arktis, die im Winter bis zu minus 30 Grad Celsius beträgt.

In Alaska und im Nordwesten Kanadas sind die Eisbären seit Beginn des Jahrhunderts um rund 40 Prozent zurückgegangen. 2004 wurden noch 1500 Eisbären gezählt. Bei der letzten Zählung waren es nur noch 900 Eisbären.

 

Der Klimawandel macht ihnen aber schwer zu schaffen. Die Umgebung der Eisbären verändert sich so schnell, dass diese sich nicht an ihre neue Umgebung gewöhnen können. Eisbären verbringen die langen Winter und das Frühjahr auf dem Packeis. In dieser Zeit jagen sie Robben und fressen sich große Fettreserven an. Das Eis schmilzt aber in den letzten Jahren so schnell, dass die Eisbären nicht genug Fettreserven für den Winter haben. Das macht das Überleben, insbesondere für Jungtiere, immer schwieriger.

Dramatischer Klimawandel

Dieser hat in der Arktis besonders dramatische Auswirkungen: Die durchschnittliche Lufttemperatur in der Arktis ist in den vergangenen 100 Jahren um fünf Grad Celsius gestiegen. Die Ausdehnung des Packeises ging zurück .Damit schmilzt auch der Lebensraum der Eisbären.

Auch Meeresverschmutzung, die zunehmende Schifffahrt, mehr Touristen sowie Öl- und Gas in der Arktis bedrohen den Eisbär zusätzlich.

Geschrieben von Lina und Leonie

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