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Die 7e klettert hoch hinaus

Voneinander und miteinander lernen – das gilt in jedem Schuljahr für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgang 7 der Gesamtschule am Forstgarten nicht nur für das Lernen im Schulgebäude selbst, sondern auch außerhalb unserer Schule. Und so machten die Kinder und die beiden Lehrer der Klasse 7e sich vergangenen Freitag gemeinsam mit Schulsozialarbeiterin Petra Bothorn Richtung Donsbrüggen auf, um den dortigen Hochseilgarten beim Waldhaus der Caritas zu erklettern. Schon vorab wurde gemutmaßt, wie hoch hinaus es denn nun gehen und ob man sich das auch wirklich trauen würde. Zu Beginn galt es aber erst mal den Niedrigseil- Parcours zu bewältigen – allerdings nicht jeder für sich alleine. Denn der Parcours galt nur als bezwungen, wenn wirklich alle Kinder das Ziel erreicht haben würden. Also hieß es zu unterstützen, unter die Arme zu greifen, anzufeuern und Mut zuzusprechen wo immer jemand Hilfe benötigte. Und das klappte in rekordverdächtiger Zeit, sodass den Schülerinnen und Schülern schnell klar wurde: Gemeinsam können wir richtig viel erreichen! 

Nach einer kleinen Stärkung durften die Kinder die Klettergurte anlegen und es sollte erstmals hoch hinaus auf den freistehenden Kletterbaum mit Plattform gehen. Sorgte dies schon für erste schlotternde Knie, so stiegen die Sorgen noch weiter, als Betreuer Kai Groß ankündigte, dass man sich dann von oben rückwärts in die Tiefe fallen lassen sollte – zwar gesichert durch ein Seil und die Klassenkameraden, aber die bange Frage war doch, ob das wirklich ausreichen würde? Erste Vermutungen auf Basis der Physik ließen zwar einige Kinder annehmen, dass das klappen könnte, doch erst als ein Kind nach dem anderen den Stamm kletternd bezwang und auch den Fall in die Tiefe gesichert überstand, wurde auch den größten Pessimisten klar: Klar ist das möglich! Und so öffnete Kai Groß den Kindern sinnbildlich die Augen: „Wenn ihr euch gegenseitig das Wertvollste anvertrauen könnt, was ihr habt – nämlich eure Gesundheit, ja sogar euer Leben! – dann könnt ihr euch doch auch alles Andere anvertrauen, oder?“ Das zustimmende Nicken der Jungen und Mädchen zeigte: Botschaft angekommen! 

Und mit dieser Erkenntnis wagten sich nun auch die Kinder, die sich zuvor nicht getraut hatten, an das größte Hindernis des Tages: Die Schaukel. Erst wurde man von den anderen Kindern der Klasse auf nahezu schwindelerregende Höhe gezogen, nur um sich dann ruckartig in die Tiefe fallen zu lassen und dann auszuschaukeln – natürlich gesichert durch die Mitschülerinnen und Mitschüler! Auch dieses Gemeinschaftserlebnis, die Erfahrung, dass wirklich alle ihre eigenen Ängste überwunden hatten, ließ Schüler Robin den Tag so zusammenzufassen: „Ich glaube wir sind heute als Klasse ein großes Stück zusammengewachsen und haben gelernt miteinander zu kommunizieren und einander zu vertrauen!“ Und auch die beiden Klassenlehrer waren zufrieden: Schließlich hatten auch sie die Übungen mitgemacht und wurden von ihren Schülerinnen und Schülern im wahrsten Sinne des Wortes nicht fallen gelassen!

(Shlr)

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