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Immer sicher unterwegs

Gesamtschüler wollen ihre Räder in den Griff bekommen

Schüler beim Slalom im Radparcours
Gar nicht so leicht: Hindernisse zu umfahren, erfordert Geschick und Konzentration.

Wer sich an die Regeln hält, ist mit seinem Fahrrad viel sicherer unterwegs. Das wissen die Fünft- und Sechstklässler der Gesamtschule Kleve jetzt ganz genau. Während eines intensiven Radaufbaukurses lernten die SchülerInnen, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern und wie sie damit verantwortungsbewusst umgehen.

Gerade der eigens auf dem Schulhof an der Hoffmannallee aufgebaute Fahrradparcours zeigte ihnen, was vor allem wichtig ist: "Man darf sich nicht selbst überschätzen und muss wirklich immer sehr aufmerksam sein", stellte etwa Dorina Beckmann fest, als sie den Parcours geschafft hatte. Gezielt bremsen, an verschiedenen Hindernissen vorbeifahren und auch mal nur mit einer Hand am Lenker sicher weiterkommen- das alles war für die SchülerInnen gar nicht so leicht, wie sie anfänglich gedacht hatten."Das beobachten wir ganz oft und wir sind froh, wenn die Kinder merken, dass sie ihr Rad noch besser in den Griff bekommen sollten", so Polizeihauptkommissar Johannes Look. Er hatte den Radaufbaukurs gemeinsam mit seinem Kollegen Werner Michajlezko sowie den Verkehrserziehungsbeauftragten der Gesamtschule, Kathrin Geukes und Christoph Kuschik federführend geleitet.

Schüler bei der Verkehrserziehung im Führerhaus eines LKW
Der tote Winkel konnte aus der Sicht des Lkw-Fahrers erlebt werden.

Neben der Praxiseinheit auf dem eigenen Fahrrad gehörten für die Fünft- und Sechstklässler aber auch theoretische Einheiten in das Verkehrserziehungsprogramm. Sie hatten sich bereits im Unterricht mit einem Stationentraining zu Bestandteilen des Fahrrads, Verkehrszeichen und Regeln sowie Sicherheitsmaßnahmen vorbereitet. Dieses Wissen wurde weiter vertieft, insbesondere der für Radfahrer so gefährliche tote Winkel von Lastkraftwagen und auch die Bedeutung des Tragens eines Helmes standen im Mittelpunkt der Arbeit. Dabei kamen auch verschiedene Filme zum Einsatz, die den Fünft- und Sechstklässlern eindringlich klar machten, dass sie sich ohne Helm und ein verkehrrsicheres Rad gar nicht erst auf den Weg machen sollten. Auch gefährliche Situationen auf dem Schulweg und das korrekte Abbiegen mit dem Rad waren noch einmal Thema.

Vollbremsung im Polizeiauto
Vollbremsung auf dem Schulhof: Das dürfen nur die Polizisten.

Besonders wird den SchülerInnen aber wohl in Erinnerung bleiben, wie gefähtlich es ist, bei hoher Geschwindigkeit eine Vollbremsung zu machen- sowohl mit dem Rad als auch mit dem Auto. Das demonstrierten die Polizeibeamten höchstpersönlich mit ihren Dienstfahrzeugen. Zudem hatten die Jungen und Mädchen die Gelegenheit, einmal selbst in einen Lastkraftwagen zu steigen und dabei wirklich zu verstehen, was der tote Winkel ist. Ralf van Wickeren von der Kraftfahrerausbildungsstätte Kalkar hatte für diese so wichtige Erkenntnis eigens einen seiner Lastkraftwagen zur Verfügung gestellt.

"Mir ist jetzt irgendwie deutlicher, dass mir ganz schön viel passieren kann, wenn ich mit meinem Rad unterwegs bin und werde mich künftig besser an die Regeln halten", versprach schließlich nicht nur Ismail Araca. Auch seine Freunde wollen mehr Acht geben, wenn sie auf dem Rad unterwegs sind.

Das hörten natürlich vor allem die Verantwortlichen für den Kurs gerne. Herzlich bedankten sich die Verkehrserziehungsbeauftragten der Gesamtschule Kleve, Kathrin Geukes und Christoph Kuschik, noch einmal bei allen Beteiligten für deren Unterstützung und Engagement und kündigten weitere Aktionen an, damit die SchülerInnen immer sicher unterwegs sind.

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