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MuZIEum "öffnet die Augen"

Statt in die Schule ging es für die Schüler*innen des fortgeführten Niederländischkurses am Mittwoch vor den Ferien nach Nijmegen ins MuZIEum, ein Museum, das „einem die Augen öffnen will“, indem es seinen Besucher*innen die Möglichkeit gibt, zu spüren, was es bedeutet, sehbehindert oder sogar blind zu sein.
Was war das? Wo bist du? Ich kann nichts sehen!So sehr wir uns auch mit weit aufgerissenen Augen bemühten, irgendetwas auf unserem Weg durch den Dunkelparcours im MuZIEum zu erkennen, so blieb doch alles im Finstern verborgen. Alles schwarz, nicht einmal ein schwacher Umriss irgendeiner Person oder eines Gegenstands ließ sich wahrnehmen. Wir konnten uns nur auf unsere Ohren, unseren Tastsinn und natürlich auf Hans, unseren blinden Guide im MuZIEum verlassen, der uns mit viel Ruhe sicher durch den Dunkelparcours geleitete. Da mussten wir Stufen nehmen, ohne zu wissen, wohin sie führten und wann sie endeten; wir versuchten (vergeblich), uns in Räumen zu orientieren, Stühle und Schränke zu ertasten und im Straßenverkehr zwischen knatternden Motorrädern und hupenden Autos zurechtzukommen und wir waren froh, als wir schließlich wieder einen Lichtspalt unter einer Tür entdeckten, bevor wir wieder ins Tageslicht treten konnten. Die Erfahrung, wie es für Blinde ist, sich in unserer Welt zurechtzufinden, hat uns sicher aufmerksamer im Umgang mit sehbehinderten Menschenwerden lassen, aber sie war vor allem eines: beeindruckend!


(U. Overbeek
)

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