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Vom Forschen und Staunen

Beim Tag der Naturwissenschaften geschieht Faszinierendes

Die Welt steht Kopf: Die Fünftklässler staunen beim Blick durch die Lochkamera.
Die Welt steht Kopf: Die Fünftklässler staunen beim Blick durch die Lochkamera.

Staunen, experimentieren, ausprobieren: Der Tag der Naturwissenschaften machte den Fünftklässlern der Gesamtschule Kleve deshalb so viel Spaß, weil sie hier zu echten Forschern werden konnten. "Wir entwickeln gerade unsere eigene Seifenblasenlauge", erzählten etwa Gloria und Leon, "wir mischen die verschiedenen Zutaten immer wieder in unterschiedlichen Verhältnissen zusammen, um so herauszufinden, wie wir besonders feste und große Seifenblasen machen können."

Am Nebentisch waren Jana und Lena gerade mit Stoppuhren um den Hals damit beschäftigt, ihre Riesenschnecke anzufeuern. Sie sollte beim Rennen auf Zeit den Vorjahresrekord brechen. Allerdings schaffte sie es nicht ganz, 16 cm in unter einer Minute zurückzulegen. "Aber es war ganz schön knapp", fanden die beiden Fünftklässlerinnen und lobten das schleimige Tierchen trotzdem. An der nächsten Station experimentierten Nelson und Luca mit unterschiedlichen Farben: "Die haben wir selbst hergestellt", berichteten sie ganz stolz, "wir wussten gar nicht, dass das so einfach geht." Auch beim Mixen von Brausepulver und Wasser oder dem Versuch, ein Boot mit Seifenantrieb zu bauen, gab es immer solche besonderen "Aha-Momente" bei den SchülerInnen.

Das freute nicht nur die Kinder selbst, sondern natürlich auch deren Lehrkräfte, allen voran Kerstin Schmitz. Als Vorsitzende der Fachschaft Naturwissenschaften liegt ihr der Projekttag, der regelmäßig im Jahrgang 5 angeboten wird, besonders am Herzen: "Wir wollen die Neugier unserer SchülerInnen wecken und sie dazu befähigen, ihre Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Fragen stellen, forschen, verstehen, genauso soll es sein."

Neben den verschiedenen Experimenten und Versuchen, die die Lehrkräfte mit tatkräftiger Unterstützung von engagierten Zehntklässlern und Kollegen der Wilhelm-Frede-Schule in den Fachräumen aufgebaut und begleitet hatten, warteten auf die sechs Klassen noch weitere spannende Herausforderungen. Besonders die Aufgabe, aus nur zehn Blatt Papier und flüssigem Kleber eine freitragende Brücke über 25 Zentimeter zu bauen, ließ die Köpfe der Nachwuchsforscher ziemlich rauchen. Aber die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen. Eines der Bauwerke hielt sogar dem Gewicht von 6,5 Kilogramm stand.

Mit ihren selbstgebauten Lochkameras stand für die Fünftklässler der Gesamtschule Kleve schließlich sogar die Welt Kopf. "Cooool", fand nicht nur Schülerin Gloria diesen Anblick. So ging für alle ein erkenntnisreicher, faszinierender und toller Tag in der Gesamtschule Kleve zu Ende. Mit dem Forschen soll deswegen aber keineswegs Schluss sein. Viele der Fünftklässler haben sich nun große Projekte vorgenommen. Die Arbeitsgruppe "Jugend forscht" freut sich schon auf weitere Mitstreiter.

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