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„Stop&Go“ – Kooperation für den Jugendschutz

 

Gesamtschule am Forstgarten veranstaltete mit Fachbereich Jugend und Familie und der Caritas einen Jugendschutzparcours

Die Anforderungen an den Jugendschutz haben sich im Laufe der Jahre verändert. Während bei bestimmten Suchtmitteln Verbote, Altersbeschränkungen und Aufklärung durchaus Erfolge zeigen, kommen neue Aufgabenfelder hinzu. Medien- und Konsumverhalten haben stark an Bedeutung gewonnen. Man könnte also sagen, dass soziale Netzwerke an die Stelle der Raucherecke getreten sind. Ursächlich stellen sich aber die gleichen Fragen: Was kann süchtig machen und wie entsteht Sucht? Welche Stellung habe ich in meiner Bezugsgruppe, welche Rolle spielen dabei soziale Netzwerke, Kleidung und Statussymbole? Wie gehe ich mit Taschengeld um? Welche Auswirkungen hat mein Konsumverhalten für Umwelt und Klima.

Diesen geänderten Voraussetzungen trägt der in Köln entwickelte Jugendschutzparcours „Stop&Go“ Rechnung. Dieser wurde im März erstmals in Kleve mit dem Jahrgang 7 der Gesamtschule am Forstgarten durchgeführt. Die Organisation und Durchführung erfolgte gemeinsam mit Schulsozialarbeit, dem Fachbereich Jugend und Familie. Für den Bereich Sucht kamen die Experten der Suchtprävention der Caritas Kleve hinzu.

Ausgehend von den Erfahrungen und dem Vorwissen der Jugendlichen wurde in mehreren Stationen erarbeitet, welche Schutz- und Freiräume es für verschiedene Altersgruppen gibt. Der Zugang erfolgte über den Einsatz von Medien, Rätselaufgaben, Gesprächsrunden, Gruppenarbeiten und Ausstellungen.

Für Petra Bothorn, die das Pilotprojekt als Schulsozialarbeiterin der Gesamtschule am Forstgarten verantwortete stand am Ende fest, dass es im kommenden Schuljahr wiederholt werden sollte: „In unserem Präventionskonzept, das über alle Jahrgänge angelegt ist, ist Stop&Go ein sehr gutes Element für diese Altersgruppe.“ Auch die Jugendlichen waren von dem Projekt angetan. So äußerte sich eine Teilnehmerin: „Eigentlich wissen wir ja schon eine Menge Zusammenhänge. Schwierig ist manchmal die Umsetzung in tägliches Handeln. Da konnte besonders der Erfahrungsaustausch helfen.“

Am Ende des Projektes kamen dann noch verschiedene Expertinnen am Forstgarten zu einem Fachtag Jugendschutz zusammen.

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