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Wir fördern Vielfalt

Kollegium schließt zweijährige Fortbildung zum Umgang mit Vielfalt ab

Geschafft: Das Kollegium der Gesamtschule Kleve hat sich geschlossen fortgebildet.
Geschafft: Das Kollegium der Gesamtschule Kleve hat sich geschlossen fortgebildet.

An der Gesamtschule Kleve lernen Kinder gemeinsam, die ganz unterschiedliche Bedürfnisse, Talente und Neigungen mitbringen. Sie alle so zu unterstützen und zu begleiten, dass sie ihre individuellen Fähigkeiten immer weiterentwickeln können, stellt für die Lehrkräfte jeden Tag eine große Herausforderung dar.

Und doch setzt die Gesamtschule Kleve genau auf diese Heterogenität. Hier sollen SchülerInnen miteinander und voneinander lernen, Schwächen abbauen und Stärken aufbauen. Genau darum geht es auch in dem vom Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen und der Bertelsmann-Stiftung entwickelten Fortbildungsprojekt "Vielfalt fördern", an dem das gesamte Kollegium zwei Jahre lang teilnahm. Die Lehrkräfte setzten sich dabei in verschiedenen Modulen mit der Frage auseinander, wie es ihnen noch besser gelingen kann, sich auf die unterschiedlichen Potenziale und Interessen der Lernenden einzustellen und sie zu fördern.

Die Lehrer erprobten neue Methoden, besuchten sich gegenseitig im Unterricht und entwickelten dabei geeignete Maßnahmen für die Unterstützung ihrer SchülerInnnen. Begleitet wurden sie dabei von Moderatoren des Kompetenzteams des Kreises Kleve.
Dabei stellten die Lehrkräfte der Gesamtschule Kleve auch fest, dass ihre bestehenden Konzepte zum Umgang mit der Unterschiedlichkeit der SchülerInnen schon ziemlich weit reichen. So ist es an der Gesamtschule Kleve etwa in allen Unterrichtsfächern möglich, auf verschiedenen Anforderungsniveaus zu arbeiten, nicht nur bei Übungen, sondern auch bei Klassenarbeiten und mündlichen Prüfungen. Außerdem stehen ausreichend Räume und Zeitfenster bereit, in denen die Jungen und Mädchen selbständig ihren Aufgaben nachgehen können.
Offene und nach jüngsten Ergebnissen der Bildungsforschung aufgebaute Unterrichtsreihen lassen allen Kindern ausreichend Möglichkeiten, je nach Bedürfnissen und Talenten zu arbeiten und sich dabei stetig weiterzuentwickeln. Vor allem aber bekennen sich alle Lehrkräfte bewusst dazu, mit Heterogenität wertschätzend umzugehen und die SchülerInnen so anzunehmen, wie sie sind, um gute Beziehungen zu den Lernenden aufbauen zu können.

"Unser Kollegium ist sehr engagiert und hat das Wohl der SchülerInnen stets im Blick, wir wollen unseren Unterricht und damit unsere Schule immer weiterentwickeln", so Schulleiter Jürgen Schmitz, "deshalb war die Fortbildung für uns als Schule sehr wichtig, auch wenn wir in der Praxis bereits viele Ideen erfolgreich umsetzen." So seien die Workshops für das Kollegium immer dann besonders fruchtreich gewesen, wenn sich die Lehrkräfte wirklich praxisnah austauschen und gemeinsam etwas Konkretes für die SchülerInnen erarbeiten konnten.

Auch die intensive Evaluation und Entwicklung verschiedener Unterrichtseinheiten stand auf dem Programm: "Wir haben viel geschafft und Gelegenheit gehabt, unseren Unterricht noch besser auf die unterschiedlichen Begabungen zuzuschneiden und Material zu verändern", erzählt etwa Lehrerin Anna Maiworm, "so stelle ich mir gemeinsame Arbeit vor, die uns im Alltag weiter bringt. Das ist für mich Unterrichtsentwicklung."
Auch im Hinblick auf diagnostische Verfahren zur Erhebung besonderer Lernbedarfe oder Unterstützungmöglichkeiten für herausfordernde SchülerInnen hat das Kollegium durch die Fortbildung tieferen Einblick erhalten.

Nun gab es nach der letzten Einheit der Fortbildung für alle Kollegen die entsprechende Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme. Herzlich dankte das Kollegium, allen voran die eigens eingerichtete Steuergruppe "Viefalt fördern", den Moderatoren des Kompetenzteams, Lien Meier und Stephan Bürger, für deren Engagement und überreichte als Dankeschön ein Präsent.
"Wir haben durch die verschiedenen Workshops wichtige Anregungen erhalten und unsere Schule weiterentwickeln können",so Schulleiter Jürgen Schmitz abschließend, "wir werden alles daran setzen, das gemeinsame Lernen mit den gewonnenen Impulsen und Ideen weiter voranzubringen."

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